... und riskierten dabei das eigene Leben. Sie wurden nach dem Krieg von der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem als „Gerechte unter den Völkern“ geehrt. Dabei gab es viele Wege der Hilfe. Sie reichten vom Verstecken in der eigenen Wohnung über das Fälschen von Papieren bis zur direkten Konfrontation mit der SS mit vorgehaltener Waffe.
So reiste Heinrich Heinen, ein junger Mann aus Köln, 1942 kurz entschlossen nach Riga, um seine jüdische Verlobte, die kurz zuvor deportiert worden war, persönlich aus dem Ghetto zu befreien.
Was bewog diese Menschen zum Handeln? Aufschluss darüber geben im ersten Teil 100 ausgewählte Portraits der Retter. Der bekannteste ist Oskar Schindler. Das Schicksal der meisten Retter und ihrer Schützlinge ist dagegen bis heute einer breiteren Öffentlichkeit weitgehend unbekannt. Obwohl ihre Geschichten häufig so waghalsig und dramatisch waren, dass es kaum vorstellbar ist. So reiste Heinrich Heinen, ein junger Mann aus Köln, 1942 kurz entschlossen nach Riga, um seine jüdische Verlobte, die kurz zuvor deportiert worden war, persönlich aus dem Ghetto zu befreien.
Im zweiten Teil werden erstmals alle 651 Gerechten und ihre Rettungstat in Kurzportraits erzählt. Ein Rahmen, der den historischen Hintergrund und die Arbeit von Yad Vashem erläutert, rundet das Buch ab.
Empfohlen vom Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, der dem Buch wünscht, “dass es einen großen Anklang findet”.
Pressestimmen
… verständlich geschrieben und flüssig zu lesen (…) Ein Buch, dem ich viele Leser wünsche …
(…) ein wichtiges historisches Dokument, und eine Mahnung und ein Aufruf an heutige und kommende Generationen, wachsam gegenüber Ausgrenzung und Ungerechtigkeit zu bleiben. (…) Die Erinnerung an diese Taten ist von unschätzbarem Wert für die Zukunft.
Es gab sie, die Deutschen, die sich nicht mit Worten, sondern mit Taten gegen die Vernichtungspolitik der Nazis stellten. An sie wird selten erinnert, (…) Ihr Mut passt nicht in die These vom deutschen Tätervolk, die vor allem den Tätern dient, denn sie können ihre persönlichen Verbrechen allen Deutschen anlasten.
Für alle, die einen tiefgründigen Einblick in die Geschichte des Widerstands und der Rettung während des Holocaust suchen, ist „Retter in dunkler Zeit“ von Frank Littek eine absolute Empfehlung.
Ein wichtiges Buch, informativ und bewegend, aber auch Hoffnung machend und, ja, auch spannend zu lesen, in einer Zeit, in der Judenhass und antisemitische Parolen auch im Täterland Deutschland wieder salonfähig werden und den Anfängen eben nicht ausreichend gewehrt wird.
Littek fragte sich, wie es geschehen konnte, warum die Mehrheit der Deutschen wegschaute, schwieg oder gar mittat am millionenfachen Mord an den Juden. Er stieß dabei auf Deutsche, die nicht schwiegen, nicht wegschauten, nicht am mörderischen Werk mittaten.
Du hast jedenfalls einen kleinen Beitrag zu so einer Erinnerungskultur geleistet mit Deinem Buch.
Frank Littek ist Wirtschaftswissenschaftler und arbeitet seit rund 40 Jahren als Journalist, Pressesprecher bei großen Unternehmen und Autor. Er schreibt für viele große Zeitungen und hat rund 40 Bücher in renommierten Verlagen veröffentlicht.