Bernhard Poerksen
Jens Bergmann

Medienmenschen

Wie man Wirklichkeit inszeniert. Gespräche mit Joschka Fischer, Verona Pooth, Peter Sloterdijk, Hans-Olaf Henkel, Roger Willemsen u.v.a.

Hinter den Kulissen der Inszenierungsgesellschaft: Was machen Prominente mit den Medien? Was machen die Medien mit den Prominenten? Wer ist Täter, wer Opfer? Wie funktioniert das Geschäft mit der Selbstdarstellung, und was ist sein Preis? Wie wahr sind Images? Nach welchen Regeln konstruiert man Authentizität?

Diesen Fragen haben sich 30 herausragende Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Religion, Sport und Entertainment gestellt. Zu Wort kommen Schriftsteller und Schauspieler, Künstler und Klatsch-Reporter, Philosophen und Fernseh-Stars, PR-Berater und Unternehmer. Sie berichten in großer Offenheit über den Widerspruch zwischen Image und Ich, über ihre Hassliebe zu den Medien, über Schlüsselerlebnisse, Grenzüberschreitungen und folgenschwere Fehler im Kampf um Aufmerksamkeit.

Die Gespräche lassen sich als subjektive Medientheorien von Eingeweihten lesen. Sie vermitteln in anekdotischer und sehr persönlicher Form überraschende, unterhaltsame und zum Teil erschreckende Einsichten in die Inszenierungsgesellschaft, zu der wir alle gehören.

Mein Image und ich

Prominente verraten in Interviews mit Hamburger Studierenden, wie man Wirklichkeit inszeniert.

Der ehemalige Bundesaußenminister Joschka Fischer erklärt die Funktion des Regentanzes in der Politik. Das Fußball-Idol Günter Netzer spricht über seine Unsicherheit vor der Kamera. Das Gesamtkunstwerk Verona Pooth gibt erstmals zu, intelligent zu sein. Der Lobbyist Hans Olaf-Henkel erzählt, wie er die Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Hilfe der Bildzeitung beeinflusst hat. Die Schauspielerin Anouschka Renzi redet über ihre Hassliebe zu den Medien, der Unternehmer Wolfgang Grupp darüber, warum er Journalisten nicht fürchten muss.

30 herausragende Persönlichkeiten aus allen gesellschaftlichen Sphären – von Politik über Wirtschaft, Wissenschaft, Religion bis zu Sport und Entertainment – geben Auskunft über ihre Rollen in der heutigen Inszenierungsgesellschaft. Zu Wort kommen Schriftsteller und Künstler, Klatsch-Reporter und Philosophen, skrupellose PR-Berater und gefeierte Models. Die Prominenten reden darüber, was sie mit den Medien machen und was die Medien mit ihnen machen. Sie sprechen über den Widerspruch zwischen Image und Ich, über das Geschäft mit der medialen Selbstdarstellung und seinen Preis.

Die Leistungssportlerin Franziska von Almsick berichtet darüber, wie sie vor Gericht um ihr Privatleben und gegen die Paparazzi kämpft; der Moderator Michel Friedman nimmt zu dem Skandal um Kokain und Zwangsprostitution Stellung; die Boxweltmeisterin Regina Halmich erklärt Dynamik und Dramatik der öffentlich inszenierten Schaukämpfe. Und der Steuer-Experte Paul Kirchhof erläutert, wie Politiker die Medien benutzen, um Gegner und Konkurrenten zu diffamieren.

Befragt wurden alle Interviewten von Studierenden des Instituts für Journalistik und Kommunikationswissenschaft der Universität Hamburg. Auf der Suche nach Antworten auf die Frage, wie man Wirklichkeit inszeniert, haben die jungen Journalisten Prominente im In- und Ausland besucht. Angeleitet wurden sie von Professor Dr. Bernhard Pörksen vom Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft und Jens Bergmann, Redakteur bei dem Wirtschaftsmagazin brand eins.

Da sich die meisten Protagonisten der Mediengesellschaft ungern in die Karten schauen lassen, war viel Überzeugungsarbeit und Hartnäckigkeit nötig, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Mancher Versuch scheiterte; so ließen einige Interviewpartner Termine in letzter Minute platzen, verweigerten den Abdruck von Gesprächen oder drohten gar mit dem Anwalt. Die Studierenden ließen sich von solchen Widerständen nicht entmutigen, zeigten sie doch, dass man auf der richtigen Spur war. Das Ergebnis ihrer Recherchen sind 30 subjektive Medientheorien von Eingeweihten, nachzulesen in dem Gesprächsband Medienmenschen.

Das Buch vermittelt in anekdotischer, leicht lesbarer und sehr persönlicher Form überraschende, unterhaltsame und zum Teil erschreckende Einsichten in die Inszenierungsgesellschaft, zu der wir alle gehören.

Pressestimmen

Bernhard Poerksen

Professor Dr. Bernhard Pörksen, Jahrgang 1969, studierte Germanistik, Journalistik und Biologie in Hamburg und den USA (Pennsylvania State University), volontierte beim Deutschen Allgemeinen Sonntagsblatt und arbeitet neben Forschung und Lehre seit über zwanzig Jahren als Journalist und Sachbuch-Autor.

Jens Bergmann

Jens Bergmann ist seit 2008 geschäftsführender Redakteur bei brand eins, seit 2001 Redakteur. Er arbeitete zuvor u. a. für Spiegel Reporter, Bild der Wissenschaft, Merian, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung.

1. Aufl. 2007 [defacto Bd. 1] ● ISBN 978-3932927-32-4 ● Broschur ● 14,7 cm x 21,0 cm ● 352 Seiten ● 58 Fotos ● Originalausgabe ● 22.00 Euro (D)
als E-Book: eISBN 978-3-932927-81-2 (epub) ● 2013 ● 9.99 Euro (D)

versandkostenfrei (in D)

Die Bücher des Autors: Medienmenschen
  • Beschreibung

    Schriller Wirtschaftsroman des millionenschweren Immobilienspekulanten 

  • Beschreibung

    Während seiner Arbeit verunglückt der Hausmeister eines Saarbrücker Fitnesscenters tödlich.

  • Beschreibung

    Sparen Sie sich den Therapeuten! Hilfe naht. Mit dem neuen Timmerberg! Und da sage noch einer, es gebe keine Hoffnung!

  • Beschreibung

    Leben Sie noch? Oder nostalgieren Sie schon?

  • Beschreibung

    Eine Frau zu sein ist eine Kunst. Hören Sie nie auf, eine Künstlerin zu sein.

  • Beschreibung

    Die Beglückungsfantasie der Grenzenlosigkeit wird von Neurologe und Psychiater Dr. Voß entzaubert.

     

  • Beschreibung

    Sehnen ist nicht Mangel, das Ende des Sehnens ist Mangel.

  • Beschreibung

    Das ganze Leben ist ein Quiz? Dann schauen wir doch mal hinter die Kulissen!

  • Beschreibung

    Sparen Sie sich den Therapeuten! Hilfe naht. Mit dem neuen Timmerberg! Und da sage noch einer, es gebe keine Hoffnung!

  • Beschreibung

    Es geht nichts über gepflegte Vorurteile, besonders im Urlaub, erleichtern sie das Leben doch ungemein.